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Soziologe: Tafeln sind privates Almosensystem

Berlin (dpa/nd). Der Soziologe Stefan Selke hat die Tafeln in Deutschland als privates Almosensystem kritisiert. »Das ist keine Hilfe mit Weitsicht, weil sie das Gefühl erwecken, schon die Lösung zu sein, aber dies eben nicht auf Dauer hilft«, sagte Selke am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Soziale Initiativen wie die Tafeln sollten zur Selbsthilfe animieren. Indem die Tafeln jedoch einseitig Almosen verteilten, schafften sie eine Abhängigkeit der Bedürftigen. Der Soziologieprofessor forderte eine grundsätzliche Änderung der Sozialpolitik. An diesem Donnerstag beginnt im thüringischen Suhl das dreitägige Bundestreffen der Tafeln, die Bedürftige unter anderem mit Lebensmitteln versorgen.

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