»In der Politik gibt es viele Unwissende«

Der Hamburger Großreeder und SPD-Abgeordnete Erck Rickmers über einen Nordstaat, seine Partei und höhere Steuern

Erck Rickmers (Jg. 1964) gilt als einer der illustersten Persönlichkeiten in der Hamburger Politik. Der Schifffahrtsunternehmer baute eine Firmengruppe mit 3000 Mitarbeitern auf, zu der eine Reederei mit 100 Schiffen gehört. 2011 trat Rickmers in die SPD ein, für die er kurz darauf in die Hamburgische Bürgerschaft einzog. Gerade erst war er als Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein im Gespräch. Mit dem Hamburger Wirtschaftspolitiker sprach für »nd« Volker Stahl.

nd: Mal ehrlich: Welche Partei haben Sie als junger Mann gewählt?
Bei der SPD habe ich mein Kreuz gemacht, als Gerhard Schröder zum ersten Mal als Bundeskanzler kandidierte. In der sozial-liberalen Ära hatte ich Sympathie für die FDP, CDU-Wähler war ich nie!

Was hat Sie angetrieben, in die Politik zu gehen?
Wie viele andere habe ich mich häufig über Politik und politische Entscheidungen geärgert. Da sind viele Unwissende unterwegs, die ihr Handwerk nicht verstehen. Wie kann es sein, dass wir einen Außenminister haben, der nicht Englisch spricht und Ministerien mit fachfremden oder zu unerfahrenen Mitarbeitern besetzt werden? All das stört die Bürgerinnen und Bürger. Politik hat mich seit jeher interessiert. Ende 2010 habe ich mich entschlossen, es selbst zu versuchen.

Warum in der Partei der Arbeiter, Gewerkschaftsfunktionäre und kleinen Beamten?
Das von Ihnen skizzierte Bild ist ein anderes als das, das ich von meiner Partei habe...


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