Marion Pietrzok 27.06.2012 / Kultur

Zug um Zug

Im Kino: »Ai Weiwei - Never Sorry«

Auge um Auge, Zug um Zug. Oder: Kamera um Kamera - 15 festinstallierte Ausspäher unter anderem brachte dem chinesischen Künstler Ai Weiwei seine Unbeugsamkeit als Menschenrechtler ein. Vier eigene Web-Kameras schließlich setzte Ai Weiwei selbst im bösen (Schach-)Spiel ein - um der Staatsmacht die Absurdität und Unmöglichkeit dieser Methode, ihn mundtot zu machen, vorzuführen. Das war Anfang April 2012, um den Jahrestag seiner Verhaftung herum. Die weiweicam.com hatte 5,2 Millionen Klicks in 46 Stunden. Dann kam das zu erwartende Verbot der Ai'schen Eulenspiegelei. Sie war als Botschaft angekommen: Er hat nichts zu verbergen..

Ai Weiwei stand nach 81 Tagen Isolationshaft an unbekanntem Ort im letzten Jahr bis zum vergangenen Freitag unter Hausarrest. Jetzt ist die Auflage aufgehoben, Peking nicht zu verlassen. Ein Pass für Auslandsreisen jedoch, den wiederzubekommen ihm Hoffnung gemacht worden war, wurde ihm verweigert. Erneut wird ...

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