Hendrik Lasch 29.06.2012 / Inland

Demokratie im Haustürgeschäft

Vor 15 Jahren wurde die »Aktion Zivilcourage« in Pirna gegründet / Verein will verstärkt Bürger zu Engagement ermutigen

Die Sächsische Schweiz war lange eine braune Hochburg. Die Gründer der »Aktion Zivilcourage« wollten sich damit nicht abfinden - und haben in 15 Jahren bemerkenswerte Erfolge erzielt.

Ein Projekt an dem die »Aktion Zivilcourage« beteiligt war: das Denkmal der grauen Busse zur Erinnerung an die NS-Euthanasieopfer

Die erste Idee war so mutig wie rührend naiv. Als bei einer Wahl Ende der 90er Jahre in Rathen in der Sächsischen Schweiz rechtsextreme Parteien erstmals ein deutlich zweistelliges Wahlergebnis einfuhren, beschlossen einige junge Leute in Pirna, in dem Ort eine Lesung aus einem Buch über jüdische Schicksale zu organisieren. »Wir dachten, dann wird alles gut«, sagt Sebastian Reißig. Die geplante Lesung fand indes nicht statt: »Wir haben uns dann doch nicht getraut.«

Dafür trauten sich die Jugendlichen, ein noch heißeres Eisen anzufassen: Sie luden zu einem Runden Tisch, an dem sie mit Politik und Verwaltung, Polizei und Justiz über das Problem des zunehmenden Rechtsextremismus in der Region reden wollten. Der zeigte sich nicht nur bei Wahlen, sondern auch bei Überfällen, wie einige von ihnen selbst erfuhren. Das Echo auf ihren Aufruf war zunächst bescheiden, was nicht nur der eher unprofessionell gestalteten Einladung geschuldet war...

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