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Möldner-Schmidt feiert »wunderbares Comeback«

Deutsche Hindernisläuferinnen sammelten Erfahrungen für London

  • Von Ulrike John, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.
Vor zwei Jahren lag Antje Möldner-Schmidt wegen Chemotherapien flach. Jetzt ist die Hindernisläuferin bei der Leichtathletik-EM in Helsinki couragiert zu Bronze gelaufen.

Vor zwei Jahren schien die Karriere von Antje Möldner-Schmidt beendet - eine Lymphzellenerkrankung hatte die Leichtathletin aus der Bahn geworfen. Mit Bronze über 3000 Meter Hindernis bei den Europameisterschaften meldete sich die 28-Jährige aus Cottbus eindrucksvoll zurück. »Es ist ein wunderbares Comeback für mich. Das ist das, was ich mir gewünscht hatte«, sagte die deutsche Rekordhalterin nach ihrem Coup am Samstagabend in Helsinki überglücklich.

In der letzten Kurve lag noch Gesa Felicitas Krause aus Frankfurt auf Rang drei, doch die Läuferin mit der Sonnenbrille schnappte sich ihre Konkurrentin noch und rannte hinter der Türkin Gülcan Mingir und der Ukrainerin Switlana Shmidt über die Ziellinie. Mitleid mit Krause hatte sie nicht: »So sind manchmal eben die Rennverläufe.«

Möldner-Schmidt, die 2009 mit 9:18,54 eine nationale Bestmarke aufgestellt hatte, musste wegen ihrer schweren Erkrankung im Frühjahr und Sommer 2010 pausieren. Ein Tumor in der rechten Schulter hatte operativ entfernt werden müssen, vier kräftezehrende Chemotherapien folgten. Im Oktober 2010 schnürte sie erstmals wieder die Laufschuhe und kämpfte sich 2011 zurück. »Ich war immer davon überzeugt, ich komme wieder zurück«, sagte die dreifache Meisterin. Für Krause war der vierte Platz dennoch ein Erfolg. Im vergangenen Jahr überraschte sie bei ihrer WM-Premiere in Daegu als Neunte, in Helsinki ist sie mit 19 Jahren immer noch das Küken im deutschen Team. »In so einem Rennen ist das auf jeden Fall eine gute Platzierung«, sagte die U 20-Europameisterin. »Hinten raus haben mir ein bisschen die Körner gefehlt.«

Im letzten Jahr hat Krause das Abitur gemacht, ein Studium ist erst einmal aufgeschoben. »Als junger Athletin nimmt man so eine internationale Meisterschaft mehr als Privileg wahr«, meinte Krause. »Der Druck wird mit den Jahren größer, in vier Jahren bin ich nicht mehr das Küken.« Beide Läuferinnen haben jedenfalls viel Erfahrung gesammelt - für die Olympischen Spiele in London.

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