So vital, so ohne jeden Schaum

Konzert in der Komischen Oper Berlin

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Sie sind ruhelos, sie halten nichts davon, es sich bequem zu machen. Es freut sie sichtlich, zum Saisonausklang noch einmal mit Fulminantem aufzuwarten.

Gemeint sind die Musiker des Orchesters der Komischen Oper Berlin, voran Konzertmeister Gabriel Adorján, der wie der Dirigent erst eintritt, nachdem die Musiker Platz genommen haben. Das hat dieser enorm agile Mann, Violinist von Rang, der den Part des Mendelssohn-Violinkonzert, das vor der Pause mit Renaud Capucon als Solist erklang, hätte spielend selber musizieren können, verdient.

Der Klangkörper präsentierte sich in der Philharmonie vor leider nicht ganz vollem Hause in absoluter Spiellaune. Sein Chef Patrick Lange, eine hervorragende Wahl, noch jung an Jahren, verblüffte mit einem sehr originellen Programm ebenso wie mit einer umsichtigen Klangregie und einem Taktschlagen ohne jede Eitelkeit.

Sein Dirigierstil scheint eher zurückgenommen. Doch wenn die Musik wirklich ...


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