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Rücktritt vom Chaos

  • Von Christopher Senf
  • Lesedauer: 1 Min.

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Er geht, wie er kam: verschwiegen, uneitel, ernst. Nach zwölf Jahren zieht sich Heinz Fromm von der Spitze des Bundesamtes für Verfassungsschutz zurück. Er will in den vorzeitigen Ruhestand. Damit zieht er persönliche Konsequenzen aus den skandalösen Praktiken seiner Behörde im Umgang mit der Nazi-Terrorgruppe NSU.

Die Karriere des gebürtigen Hessen mit SPD-Parteibuch hatte zahlreiche Stationen: Er arbeitete in der Kommunalverwaltung, leitete eine Justizvollzugsanstalt und war Chef des hessischen Landesverfassungsschutzes. Der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) berief ihn 2000 zum obersten Verfassungsschützer. Die Laufbahn Fromms verrät es bereits: Er ist kein Mensch mit Ambitionen auf Wahlämter. Er gilt als Aktenfresser und Sachverwalter.

Heinz Fromms Amtszeit endet am 31. Juli. Er hinterlässt den Verfassungsschutz in der schwersten Legitimitätskrise seiner Geschichte. Ob der Rücktritt in die Rubrik »Bauernopfer« fällt oder weitere Skandale zu den Verstrickungen seiner Behörde im Fall NSU folgen, bleibt offen. Am kommenden Donnerstag kann er persönlich zur Wahrheitsfindung beitragen: Dann soll Fromm vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagen. Es bleibt also spannend um seine Person.

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