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Mauritius setzt auf Fairen Handel

  • Von Nasseem Ackbarally, Port Louis (IPS)
  • Lesedauer: 1 Min.

Immer mehr Bauern der Inselrepublik Mauritius im Indischen Ozean entdecken die Vorteile, die ihnen der sozial verträgliche, ökologisch nachhaltige Anbau von Zuckerrohr, Obst und Gemüse bringt. Sie lassen ihre Erzeugnisse mit dem so genannten Fair-Trade-Siegel zertifizieren in der Hoffnung, dass ihnen die mit diesem internationalen Gütesiegel zu erzielenden höheren Erzeugerpreise über den 36-prozentigen Preisverfall für Rohrzucker, ihr wichtigstes Exportgut in die EU, hinweghelfen.

Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel lassen sich in Europa und den USA gut vermarkten. So kann eine Tonne Rohrzucker für 585 US-Dollar statt des üblichen Preises von 525 Dollar verkauft werden. »Für Produkte mit hoher Qualität zahlen sie bereitwillig mehr, und dieses zusätzliche Geld fließt direkt in die Kassen der Produzenten«, erläuterte Jean-Philippe Zanavelo, der Fair Trade International auf Mauritius vertritt. Fair Trade International setzt sich dafür ein, dass Bauern, Landarbeiter und Agrargenossenschaften für ihre Erzeugnisse gerechter bezahlt werden, sofern sie die vorgegebenen anspruchsvollen ökologischen und arbeitsrechtlichen Produktionsbedienungen einhalten. »Wir produzieren und exportieren jetzt chemisch unbelastete Nahrungsmittel von hoher Qualität und verbessern damit unser Einkommen«, begründete Kishan Fangooa den Entschluss seiner Kooperative, die Fair-Trade-Vorschriften zu befolgen.

Seit 2011 produzieren in Mauritius 32 Erzeugergenossenschaften mit 4500 Farmern nach den Vorgaben von Fair Trade International. Sie erwirtschafteten damit 700 000 US-Dollar.

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