ANC-Konferenz bereitete dem Streit kein Ende

Gewerkschaftsdachverband sieht seine Forderungen nicht erfüllt

  • Von Armin Osmanovic, Johannesburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eine viertägige Parteikonferenz des südafrikanischen ANC in der vergangenen Woche hat keine Einigkeit gebracht. Das von Präsident Zuma unterstützte Strategiepapier »Zweiter Wandel« fand keine Mehrheit.

Der Vizepräsident des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Kgalema Motlanthe, der Staatspräsident Jacob Zuma möglicherweise zum Kampf um den Parteivorsitz herausfordern wird, scheint gestärkt aus dem »kleinen Parteitag« hervorgegangen zu sein. Er hatte das Strategiepapier vor zwei Wochen scharf kritisiert.

Erst im Oktober werden die Kandidaten für die ANC-Präsidentschaft offiziell nominiert. Einem Herausforderer Zumas bleibt demnach wenig Zeit zur Werbung. Kritiker sehen schon darin einen Winkelzug der Zuma-Unterstützer.

Auf der Parteikonferenz, die den Wahlparteitag im Dezember vorbereiten sollte, kam es hinter verschlossenen Türen zu heftigem Streit, der sich vor allem an der Frage der Nationalisierung des Bergbaus entzündete. Während Zuma und seine Unterstützer, darunter die Kommunistische Partei Südafrikas, vor einer übereilten Nationalisierung warnen, weil sie die Rache der Investoren fürchten, drängen...


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