Bürger, macht die Wohnstuben auf

RAND I: Neue Musik - Helmut Zapf über die »Randspiele« Zepernick

HELMUT ZAPF, Jg. 1956, kommt aus der Kirchenmusik, studierte Orgel, Kontrapunkt und Tonsatz. Arbeit als Organist und Chorleiter in Eisenberg (Thüringen). 1982 bis 1986 Meisterschüler bei Georg Katzer an der DDR-Akademie der Künste. Seit 1987 freiberuflicher Komponist. Solowerke, Ensemblemusiken, Orchesterwerke, Kammeropern. Zapf organisierte 1992 erstmals die »Zepernicker Randfestspiele« in der Sankt-Annen-Kirche Zepernick und leitet sie seitdem künstlerisch. - Heute beginnt der 20. Jahrgang. Diesmal in der Kirche Nikolassee am Westrand von Berlin.

nd: Nach 20 Jahren »Randspiele« und etlichen Problemen - reicht die Puste noch?
Zapf: Das Land wird immer bürokratischer. Mal fließen Gelder, mal weniger oder spärlich. Jeder Euro muss minutiös nachgewiesen werden, als ginge es um Millionen. Das nimmt einem ganz schön den Atem.

Aber es macht noch Spaß?
Ich muss sagen, immer weniger.

Soll es weitergehen?
Ich brauchte dazu noch andere Partner, etwa einen Komponisten, der hineinwächst in diese vertrackte, aufwendige Organisation der Spiele. Deren Tradition sollte sich verfestigen, auf zusätzlichen Füßen.

Manchmal standen die »Randspiele« kurz vor dem Aus.
Dann flossen die Gelder nur zur Hälfte, und nur ein Idealismus rettete sie. Glücksfall, dieses Jahr konnten wir sogar einige bezahlte Kompositionsaufträge vergeben, über Gelder von der Ernst von Siemens Musikstiftung. Das ist was Besonderes für uns.

Sie machen das Festival ehrenamtlich?
Ja, mit meiner Frau zusammen. Sie ist Kan...




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