Robert B. Fishman, Kosice 11.07.2012 / Ausland

Patchwork der Hoffnung

Roma in der Slowakei leben ausgegrenzt. Sie helfen sich selbst, indem sie Treffpunkte und Nachrichtenagenturen gründen

Trotz millionenteurer europäischer Hilfsprogramme kommt die Integration der Roma im Osten der Slowakei nicht richtig voran. Rund um Kosice, Europas Kulturhauptstadt 2013, stecken sie weiter im Teufelskreis aus Armut, Ausgrenzung und fehlender Bildung fest. Doch es gibt auch Erfolgsgeschichten.

Schon von Weitem fällt das Haus in einer Seitenstraße des Dorfangers von Rankovce auf. Es wurde erst kürzlich renoviert, eher ungewöhnlich in dem 1200-Einwohner-Städtchen im Osten der Slowakei. 60 Prozent der Bewohner sind Roma, frischen Putz wie am Haus von Kristen Wollam kann sich kaum einer leisten. Drinnen hängen bunte Patchworkdecken an den Wänden. Auf dem Tisch stehen frische Blumen.

Wollam, Baptistin aus den USA, hat ihren Job als Englischlehrerin in Wien aufgegeben, um sich nützlich zu machen. Mit einer Freundin kam sie auf einem Ausflug in die Slowakei und sah dort das Elend der Roma. »Ich wollte den armen Leuten einfach nur helfen«, erinnert sich Kristen Wollam an ihren naiven Start im Osten der Europäischen Union, keine 90 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. In Rankovce bietet sie Näh- und Patchworkkurse für Romafrauen an. Jedes fertige Stück bekommen die Kursteilnehmerinnen bezahlt. Kirchengemeinden in Wien und andere...

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