Antirassistisch zelten

Beim Grenzcamp im Rheinland steht die Lebensrealität von Flüchtlingen im Mittelpunkt

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Deutschlands Abschiebeflughafen Nummer eins, die Residenzpflicht für Flüchtlinge, die Feindschaft gegen Roma und Sinti: Das sind wichtige Themen des ersten deutschen Grenzcamps seit 2003, das von Freitag an in Köln und Düsseldorf stattfinden wird.

Zum ersten mal seit neun Jahren wird in Deutschland ein antirassistisches Grenzcamp stattfinden: Vom kommenden Freitag bis zum 22. Juli werden Antirassisten und von Rassismus Betroffene gemeinsam debattieren, feiern und mit Aktionen gegen die auf Abschottung und Abschreckung bedachte Flüchtlingspolitik protestieren. Die Veranstalter des »No Border Camps« erwarten mehrere hundert Teilnehmer.

»Wir stehen vor einem Neubeginn antirassistischer Grenzcamps«, sagt Maria Sopala, die das Zeltlager mit vorbereitet. »Bei dem Camp wollen wir zusammenkommen, uns austauschen und vernetzen und gemeinsam unsere Kämpfe in eine breitere Öffentlichkeit bringen.« Zugleich solle das basisdemokratisch organisierte Camp ein Beispiel setzen »für ein hierarchiefreies gesellschaftliches Zusammenleben«.

Neben antirassistischen Basisgruppen tragen auch Selbstorganisationen von Flüchtlingen und Roma wie »The Voice«, die »Karavane« oder »Yag Bari« die Aktio...

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