Hannes Hofbauer, Wien 12.07.2012 / Ausland

Interreligiöser Dialog auf Saudiarabisch

Österreichs Parlament billigt »König-Abdullah-Zentrum« in Wien

Vor der Sommerpause stimmten Österreichs Regierungsparteien SPÖ und ÖVP - zusammen mit dem rechtsliberalen BZÖ - im Parlament noch schnell dem Aufbau eines »König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen Dialog« zu. Aus Saudi-Arabien kommt das Geld, aus Österreich die politische Unterstützung. Das Zentrum wird den Status einer Botschaft haben.

In muslimischen Ländern hat die saudisch-wahhabitische Mission schon eine jahrzehntelange Tradition. Vor allem auf dem Balkan, in Bosnien und Kosovo kennt man die neu errichteten Religionsschulen und Moscheen, die der europäischen Lesart des Islam eine radikal-konservative und puristische gegenüberstellen. In Wien soll nun mit dem »König-Abdullah-Zentrum« offensichtlich eine neue Art der Missionierung Fuß fassen. Die dazu verwendeten Schlagwörter des interreligiösen und interkulturellen Dialogs klingen angesichts der Lage in Saudi-Arabien wie Hohn. Dort, woher das Geld für den angeblichen Dialog kommt, gilt der Wahhabismus als einzig erlaubte Glaubensrichtung, dürfen Christen keine Kirchen bauen, Juden nicht einreisen und gelten Atheisten als Schwerverbrecher.

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