Karin Leukefeld, Damaskus 14.07.2012 / Ausland

Die Toten von Treimsa

Syriens Öffentlichkeit fragt sich, wer hinter den Massenhinrichtungen steckt

In Hama war gerade etwas Ruhe eingekehrt. Das Massaker hat die Bemühungen darum zunichte gemacht.

»Damit haben wir doch gerechnet. Jedes Mal, wenn im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zu Syrien diskutiert wird, müssen wir hier dafür bezahlen.« Der Mann, der nicht möchte, dass sein Name in der Zeitung steht, blickt mit starren Augen auf den Fernseher, wo auf fast allen Kanälen seit Stunden über »ein neues Massaker durch syrische Regierungstruppen« berichtet wird.

Die ersten Meldungen kamen am Donnerstagabend als »Schlagzeile« auf dem katarischen Sender Al Dschasira. Die syrische Armee habe in dem Dorf Treimsa (Provinz Hama) ein Massaker angerichtet, der UN-Sicherheitsrat müsse eine Resolution nach Kapitel VII der UN-Charta beschließen und militärisch eingreifen. Quelle der Meldungen war die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter Berufung auf einen »Revolutionären Rat von Hama« gab sie an, dass regierungsnahe Milizen in dem Ort Gräueltaten verübt und »eine Person nach der anderen« getötet hätten....

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