»Ärzte und Patienten gemeinsam«

Der portugiesische Arzt Antonio Rodrigues über Widerstand gegen den Druck der Troika auf das staatliche Gesundheitssystem

In der vergangenen Woche haben die Ärzte im staatlichen portugiesischen Gesundheitsdienst zwei Tage lang gegen schlechte Arbeitsbedingungen und eine zunehmende Aushöhlung des öffentlichen Gesundheitssektors SNS gestreikt. Über Verlauf und Ergebnisse sprach für »nd« Hans-Gerd Öfinger mit Antonio Rodrigues, Allgemeinmediziner in Coimbra und ehrenamtlicher Funktionär der Ärztegewerkschaft FNAM.

nd: In Portugal hat der Ärztestreik wegen der sehr starken Beteiligung Aufsehen erregt. Solche Arbeitskämpfe der Mediziner sind in Europa nicht alltäglich.
Rodrigues: Die Ärzte sind auch hier nicht die Vorhut der Gewerkschaftsbewegung. Sie sind traditionell eher konservativ und haben die rechte Regierung gewählt. Es ist eine Errungenschaft, dass nach 24 Jahren wieder landesweit einheitlich gestreikt wurde.

Worin liegt der Unterschied zu 1988?
Anders als 1988 geht es nicht nur um Partikularinteressen eines Berufsstands, um Einkommen, Arbeitsbedingungen und berufsspezifische Fragen, sondern um einen viel breiter gefassten Kampf zur Verteidigung eines staatlichen Gesundheitswesens als Bestandteil des Öffentlichen Dienstes.

Woher kommt die Bedrohung des öffentlichen Gesundheitswesens?
Portugal hat eine sehr niedrige Säuglingssterblichkeit und eine hohe Lebenserwartung erreicht. Solche Errungenschaften sind in Gefahr. Seit Jahren gibt es...

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