Oliver Eberhardt 20.07.2012 / Ausland

Netanjahu droht Iran und Hisbollah

Israels Premier legt jedoch keine Beweise für Autorenschaft des Anschlags in Bulgarien vor

Nach dem Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien hat Israels Premierminister Netanjahu die Vermutung geäußert, dass Iran oder die libanesische Hisbollah oder beide gemeinsam hinter dem Anschlag stecken. Er droht mit »Vergeltung«.

Fernab der Heimat hat der Anschlag Israel mitten ins Herz getroffen: Man fliegt in den Urlaub, um dem zu entfliehen, was in Israel allgemein nur als »die Situation« bezeichnet wird. Nun hat die »Situation« die Menschen eingeholt. »Der schwarze, ausgebrannte Bus, Israels schlimmster Albtraum, ist zurück«, kommentiert Chemi Schalew in der Zeitung »HaAretz« in Anspielung auf die bis vor einigen Jahren ziemlich häufigen Attentate auf Linienbusse in Israel: »Er ist den Menschen in den Urlaub nachgereist.«

Und er hat Politik und Sicherheitsapparat in Erklärungsnot gebracht: Man habe im Laufe der vergangenen Monate »Dutzende von Anschlagsplänen« an vielen verschiedenen Orten auf der Welt vereitelt, erklärte ein Sprecher von Premierminister Benjamin Netanjahu am Mittwochabend; die Geheimdienste könnten schlicht nicht jeden Urlaubsort auf der Welt im Auge behalten. Auf eine Bedrohung auf bulgarischem Boden habe es »keinerlei« Hinweise gegebe...

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