Markttreiben im syrischen Bürgerkrieg

In Damaskus dauern Kämpfe an, das »normale« Leben aber auch

  • Von Karin Leukefeld, Damaskus
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Damaskus rücke die Armee in den umkämpften Stadtteil Barse ein, es gebe heftige Gefechte, melden ausländische Sender. Auch im Stadtteil Mezzeh werde gekämpft. Die Rebellen hatten am Dienstag eine Offensive in Damaskus gestartet, die von der Armee seit Freitag mit heftigen Attacken erwidert wird. Dennoch scheint sich das Leben zu normalisieren.

Die Nacht zum Sonntag war ruhig geblieben im Zentrum von Damaskus. In den frühen Morgenstunden, noch vor dem Morgengebet, war aus der Ferne ein Schusswechsel zu hören, der bald wieder verstummte. Am Morgen füllten sich Straßen und Fußwege, die kleinen Geschäfte in der Umgebung zogen ihre Rollläden hoch, ein gemeinhin untrügliches Zeichen dafür, dass die Leute in der syrischen Metropole entschlossen sind, ihre Stadt und ihren Alltag nicht aufzugeben. Es ist der zweite Tag des Fastenmonats Ramadan. Restaurants, Cafés und andere gastronomische Etablissements öffnen folglich erst am Abend, wenn die Familien das Iftar, das Fastenbrechen, nicht zu Hause, sondern in der großen Öffentlichkeit begehen wollen. Einheimische wissen, wo sie in den schmalen Gassen Brot und andere Lebensmittel erwerben können.

Die wichtigsten Gemüse- und Lebensmittelmärkte für das Zentrum, Bab Srijeh und Suk al-Hal, sind geöffnet. Bab Srijeh war vergangene Woche ...


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