Hanna Rheinz 23.07.2012 / Kultur

Unverzichtbar und doch Albtraum

Beschneidung - das jüdische Dilemma?

Es war nur eine Frage der Zeit. Die Beschneidung - in einem Atemzug genannt mit der sozialen Evolution von Menschenopfer und Tieropfer, wird von einem Kölner Landgericht als »Körperverletzung« bezeichnet; die Religionsfreiheit muss sich dem Kindeswohl unterordnen.

Die Europäische Rabbinerkonferenz bezeichnet das Urteil nach wie vor als »schwersten Angriff auf jüdisches Leben seit dem Holocaust«. Die Existenz der jüdischen Gemeinschaft werde in Frage gestellt. Wer sein Kind nicht beschneiden lasse (am achten Tag oder bis zum 13. Lebensjahr) stelle sich, so der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, »außerhalb der jüdischen Gemeinschaft«.

Die jüdische Mitbürgerin kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. In den USA und Israel sind engagierte jüdische Eltern und Ärzte seit Jahrzehnten unterwegs, um die Brit Mila, die Beschneidung, durch das unblutige Brit Shalom-Ritual zu ersetzen. Den Bund mit Gott ins Fleisch schne...

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