Oliver Eberhardt 24.07.2012 / Politik

»Wir sind alle Mosche Silman«

Erneut hat sich in Israel ein Mensch aus Protest verbrannt

In Israel hat sich am Sonntag erneut ein Mensch angezündet - es war das siebte Mal, seit sich Mosche Silman vor einer Woche während eines Sozialkundgebung mit Benzin übergoss. Er ist nun das Gesicht der Protestbewegung, die bemüht ist, weitere Fälle zu verhindern.

Etwas ist anders. Die Fernsehsender zeigen mittlerweile Abend für Abend Bilder von Demonstranten, die in der abendlichen Hauptverkehrszeit die Ayalon-Autobahn, Tel Avis Verkehrsschlagader, blockieren. Doch nur wenige Autofahrer reißen die Tür auf, springen aus dem Wagen, brüllen, wie man es in der Stadt sonst bei solchen Gelegenheiten gewöhnt ist. Die meisten hupen und machen den Stau selbst zur Demonstration. »Wir sind alle Mosche Silman«, sagt ein Autofahrer, der über der offenen Wagentür lehnt, eine Hand an der Hupe, dem Sender Kanal 2: »Wer sagt mir, dass ich nicht morgen auch alles los bin?«

Es ist Sonntagabend, und gerade ist die Nachricht eingetroffen, dass sich an einer Bushaltestelle außerhalb Tel Avivs erneut ein Mann, Kriegsveteran, im Rollstuhl sitzend angezündet hat. Es ist das siebte Mal innerhalb einer guten Woche, dass jemand in Israel so etwas tun will - in fünf Fällen konnte es noch verhindert werden, in zweien ab...

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