Hendrik Lasch, Leipzig 27.07.2012 / Inland

Leipziger Rathaus unter Druck

Anklagen wegen herrenloser Grundstücke

In Leipzig wurden vermeintlich herrenlose Grundstücke verkauft, obwohl Eigentümer hätten ermittelt werden können. Jetzt gibt es erste Anklagen.

Die Affäre um Grundstücke in Leipzig, die vermeintlich herrenlos waren und daher im Auftrag der Stadt verkauft wurden, bekommt immer mehr politisches Gewicht. Die Staatsanwaltschaft Leipzig soll erste Anklagen wegen Untreue erhoben haben. Betroffen seien sechs Personen, darunter die ehemalige Leiterin des Rechtsamts, drei Mitarbeiter und ein Anwalt, den das Rathaus als so genannten gesetzlichen Vertreter bestellt hatte.

Der Fall sorgt seit Monaten für Aufsehen und Berichterstattung in überregionalen Medien. Auslöser ist, dass es in Leipzig - wie in vielen anderen Städten - Grundstücke und Gebäude gibt, deren Eigentümer sich nicht feststellen lassen. Oft verwahrlosen sie, behindern die Stadtentwicklung oder gefährden gar Passanten. Damit die Schandflecke verschwinden und Käufer zum Zuge kommen, gibt es Regelungen etwa im Vermögensgesetz. Kommunen können gesetzliche Vertreter bestellen und die Objekte verkaufen; der Erlös wird aufbewa...

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