Oliver Eberhardt 31.07.2012 / Ausland

Klagen - nicht nur an der Klagemauer

Besuch des US-Präsidentschaftskandidaten Romney lässt Israel wie Palästinenser verstört zurück

Beim Besuch in Israel hat US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney seine Unterstützung für einen Militärschlag gegen Iran zugesagt und Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt. Der angeschlagene Premier Netanjahu ist glücklich - und viele andere sind ziemlich sauer.

Jedes Jahr am 9. des jüdischen Monats Av gedenken religiöse Juden der Katastrophen, unter denen das jüdische Volk im Laufe der Jahrhunderte leiden musste. Man verbringt den Tag mit Fasten und zieht, wenn man kann, zur Klagemauer, um einige Zeit im Gebet zu verbringen.

Ein Streben, das an diesem Tisha B'Av für viele ein frommer Wunsch blieb: Am Sonntag waren die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden; vor den Kontrollen bildeten sich lange Schlangen. Und wer es auf den Hof vor der Mauer geschafft hatte, wurde am Nachmittag zurück hinter die Absperrungen geschickt; nur einige Ultraorthodoxe durften bleiben, »wegen der Fotos«, wie eine Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes sagt. Denn Mitt Romney, republikanischer Bewerber um die US-Präsidentschaft, wollte seine Verbundenheit mit Israel demonstrieren. Eine Liebe, die allerdings von den Menschen hinter den Absperrungen nicht erwidert wurde. »Ich bin extra mit meinen Kindern aus dem S...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: