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Humanitäre Hilfe mit Rekordausfall

  • Von Kim-Jenna Jurriaans, New York (IPS)
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei der globalen Finanzierung humanitärer Hilfe sind 2011 die größten Ausfälle seit zehn Jahren verzeichnet worden. Ein Bericht der unabhängigen britischen Organisation Development Initiatives (DI) zieht in Zweifel, dass die internationale Staatengemeinschaft in der Lage sein wird, in diesem Jahr den 20-prozentigen Mehrbedarf an Hilfen für Dürre- und Konfliktgebiete aufzubringen.

Zeitgleich mit der Verbreitung des von DI erstellten Global Humanitarian Assistance-Report (GHA-Bericht) veröffentlichten die Vereinten Nationen ihre aktuellen Halbjahresdaten. Darin wird der zunächst für 2012 veranschlagte Bedarf an 7,9 Milliarden US-Dollar an humanitärer Hilfe auf 8,8 Milliarden Dollar nach oben korrigiert.

Der GHA-Bericht wirft ein Schlaglicht auf die veränderten Voraussetzungen für humanitäre Hilfe nach dem Erdbeben in Haiti 2010 und den schweren Überschwemmungen in Pakistan. Zugleich wird deutlich, dass die Staatengemeinschaft nicht genug zur Linderung der Krisen in der Welt beitragen kann. Obwohl die Zahl der Hilfsbedürftigen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 von 74 Millionen auf 62 Millionen zurückging, konnte die internationale Gemeinschaft die Kosten nicht schultern. Die Beiträge der Geber für humanitäre Hilfe sanken um insgesamt neun Prozent. Fast 38 Prozent des Bedarfs konnte somit 2011 nicht gedeckt werden. Statistiken belegen, dass dies einen Anstieg der Ausfälle um zehn Prozent im Verhältnis zu 2007 bedeutet.

Die Beiträge für die globale humanitäre Hilfe stiegen im gleichen Zeitraum von 12,4 Milliarden auf 17,1 Milliarden Dollar.

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