Literatur

Ein Künstler im Flug

Joachim John: »Kuckuck«

Da sitzt er, nach vorn gebeugt, auf brüchiger Stange, halb Mensch, ohne Hände, nur mit Stümpfen, hohl die Augen, halb Vogel mit Schwanz, Füßen und Krallen. Ein Wesen, alt, fast tot, doch genau schauend auf dem Sprung. So hebt »Kuckuck« an. Zeichnerisch. Flugbereit.

Wie sehr die Lektüre Vergnügen bereitet, wer das Buch liest, erfährt es. Der Autor überantwortet der mutigen Seele eines Vogels, die Suche nach der Schönheit aufzunehmen, denn Schönheit ist gleich Wahrheit. Und also sucht Kuckuck, eins mit Bube John, dessen Leben vor dem des Kuckkuck liegt, in gleicher Weise nach der Wahrheit. Mal hockend, horchend unterm Schutz des Gefieders, mal schwebend, wer weiß wohin, überwältigt der Vogel jedwede Begrenzung der Fantasie. Ach, neckischer, freisinniger Kuckuck, welch übermütige Spiele treibst du mit mir, dürfte sein Schöpfer öfters gefragt haben, nachdenkend im heimischen Atelier im Prenzlauer Berg unter der Milchglasscheibe, worin...

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