Lieber Bankenpleite als sozialer Crash

Sahra Wagenknecht widerspricht der Behauptung, ihr Plan eines Schuldenschnitts sei eine »erzliberale« Idee

Sahra Wagenknecht ist Vizevorsitzende der Partei Die LINKE. Die einstige Sprecherin der Kommunistischen Plattform gilt vielen in ihrer Partei als Anwärterin für eine Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl im nächsten Jahr. Für das Gros der Medien wurde Wagenknecht von der einst als unversöhnlich empfundenen Klassenkämpferin zur umworbenen Gesprächspartnerin in Talkshows und Interviews über die Wirtschafts- und Finanzkrise. Mit ihrem jüngsten Buch »Freiheit statt Kapitalismus« rief sie die Verwunderung der Öffentlichkeit hervor, weil sie sich darin unter anderem auf das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft und überdies auf den früheren Bundeskanzler Ludwig Erhard beruft. Uwe Kalbe sprach mit ihr.

nd: Wie intensiv sind eigentlich derzeit Ihre Kontakte mit der Kommunistischen Plattform?
Wagenknecht: Ich habe nach wie vor zu vielen Genossen freundschaftliche Kontakte, ich weiß nicht, warum sich daran etwas ändern sollte.

Sie raten Ihrer Partei, sich gegenüber richtigen Ansätzen anderer politischer Konzepte zu öffnen. Das könnte ja zur einen oder anderen Nachfrage führen.
Das tut unsere Partei doch längst. Es sollte jeden Linken auszeichnen, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Wenn jemand von einer ganz andere politischen Position aus zu ähnlichen Schlüssen kommt, also etwa die fortgesetzte Überwälzung von Bankverlusten auf den Steuerzahler kritisiert, dann ist das doch gut. In Karlsruhe klagen wir ebenso gegen den ESM wie etwa der CSU-Politiker Peter Gauweiler. Bei allen politischen Differenzen sind alle Kläger der Meinung, dass ESM und Fiskalpakt das Grundgesetz aushebeln.

Sie haben Vorschläge zur Bekämpfung der Krise ...


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