Die Ruderin, der Nazi und der Minister

Olympiasportlerin heimgeschickt - verschwieg Schwerins Innenminister die Nähe zu Rechtsextremisten?

Rechtsextremismus ist hierzulande vielfach hingenommener Alltag. Diesen Schluss kann die Welt auch beim Blick auf die deutsche Olympia-Nationalmannschaft treffen. Es geht um den Fall Nadja Drygalla. Die Ruderin ist gestern aus London abgereist. »Die Geschichte«, so sagt Michael Vesper, der Chef de Mission, sei »nicht ganz unproblematisch«.

Michael Vesper wiegelt ab, untertreibt: Die »Geschichte« ist ein ziemliches Problem. Zu verantworten haben es viele - und sei es wieder einmal durch Wegsehen. Nadja Drygalla gehört zum deutschen Frauenachter, der im Hoffnungslauf ausgeschieden war. So war sie quasi als Touristin in London unterwegs. Gemeinsam mit ihrem Freund. Der ist ein Gutteil des Problems, denn er heißt Michael Fischer, war 2011 in Rostock NPD-Kandidat für den Landtag. Drygallas Partner ist zudem Kopf der Kameradschaft »Nationale Sozialisten Rostock«.

Aus seiner rechten Gesinnung macht Fischer keinen Hehl. Er engagiert sich für die JN, den Jugendverband der NPD, ist zuständig für Infostände. Bei der Warnemünder Woche trat er als Sicherheitsmann der Firma Exsiro in Erscheinung. Im Februar führte er Neonazis an, als sie eine Gedenkveranstaltung für den von den Terroristen des »Nationalsozialisten Untergrundes« ermordeten Mehmet Turgus störten.

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