Kuba geht an die »Korrektur von Irrtümern«

Führungsgremien zogen Bilanz der Reformbeschlüsse von 2011

  • Von Leo Burghardt, Havanna
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach einem guten Jahr ist die Bilanz der Reformen, die auf dem 6. Kongress der KP Kubas im April 2011 beschlossen wurden, durchwachsen. Das ist das Fazit der Sitzungsperiode des Parlaments Ende Juli.

Verglichen mit den Urlaubsmonaten vergangener Jahre ist diesmal ungewöhnlich viel los. Nach wie vor strömen die Kubaner an die Strände. Erstaunlicherweise ist dort, und nur dort, die seit Jahren von den Medien erfolglos geführte Kampagne für das »Menschenrecht auf weniger Lärm« auf Resonanz gestoßen. Viele Strandbesucher haben ihre Beschallungskanonen zu Hause gelassen. Batterien gibt es, warum also? Man erträgt wahrscheinlich die Hin- und Rückfahrt in den vollgestopften Verkehrsmitteln besser. So einfach lässt sich hier manches erklären.

Nicht so die Probleme, die während der Tagungen des erweiterten Ministerrates, des ZK der Kommunistischen Partei und des Parlaments Ende Juli zur Sprache kamen. Unterm Strich steht: Die Mitglieder der drei Gremien wollen sich keine Zeit lassen, um die »Irrtümer zu korrigieren, die wir während der fünf Jahrzehnte des Aufbaus des Sozialismus begangen haben. Das ist unsere unerlässliche Pflicht«, sa...


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