Irmtraud Gutschke 09.08.2012 / Kultur

Putin in der Zwickmühle

»Pussy Riot«: Wie immer das Urteil gegen die Punkerinnen ausfällt, der russische Staat ist in der Kritik

Der russische Präsident schaut in London seinen Judokas zu und wird derweil zu Hause auf die Matte gezwungen. Geschickt, durchaus. Die Band »Pussy Riot« ist dabei zu erreichen, was sie mit ihrem Punk-»Gebet« in der Moskauer Erlöserkathedrale bezweckte. Mutwille zur Publicity: Dahinter stand ein grundsätzliches Aufbegehren gegen alles Diktatorische, lautstarkes Einfordern von künstlerischer Freiheit, wie sie im Westen normal ist. Doch öffentlichkeitswirksamer als dieser Auftritt war, was ihm folgte. Drei junge Frauen, liebreizend noch dazu, hinter dicken Gitterstäben - das Foto weckt Mitgefühl und Empörung. Zwei von ihnen sind Mütter kleiner Kinder, monatelang schon getrennt von ihnen durch erbarmungslose Untersuchungshaft. Und nun im Glaskasten vor Gericht: Das »vulgäre, herausfordernde und zynische Verhalten« der Punkgruppe sei »sündig« - die Worte des Staatsanwalts gingen um die Welt.

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