Dieter Hanisch 10.08.2012 / Bewegung

Drohgebärden und Einschüchterung

15. Streiktag an der privaten Asklepios-Klinik auf Sylt / Arbeitgeber verweigert weiter Verhandlungen

Die seit Jahresbeginn andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Betreiber der Nordseeklinik auf Sylt, dem Gesundheitskonzern Asklepios, und den nichtärztlichen Beschäftigten ist Beleg dafür, dass arbeitsrechtlich seitens der privaten Krankenhausbetreiber mit einer immer härteren Gangart aufgewartet wird.

Der Konflikt auf der Ferieninsel schlägt hohe Wellen. Nach Ansicht der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verliert der Klinikkonzern Asklepios mit jedem weiteren Tag ohne Tariflösung immer mehr an Rückhalt bei Patienten, Insulanern und Urlaubern. Doch der größte private Arbeitgeber auf Sylt mit 420 Beschäftigten zeigt keine Gesprächsbereitschaft und will nicht mit ver.di verhandeln.

Die Gewerkschaft fordert für das Pflegepersonal und den Servicebereich (Reinigungskräfte, Küchenbeschäftigte, Techniker) 14,5 Prozent mehr Gehalt. In den vergangenen Jahren wurden die Beschäftigten mit mehreren Nullrunden abgespeist. Das Pflegepersonal bekommt inzwischen eine widerrufbare Zulage von 3,5 Prozent. Allen Anderen wird dies von Asklepios mit dem Hinweis auf den inselüblichen Stundenlohn von zehn bis 13 Euro vorenthalten. Ein Alibi, das eher erschreckt als überzeugt, denn im »Urlaubsparadies der Reichen« liegen die Lebenshaltungskosten auch ü...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: