OLAF NEUMANN 11.08.2012 / Geschichte

»Ich war für meine Gäste verantwortlich...«

Walther Tröger, Bürgermeister des Olympischen Dorfes von München, über die Geiselnahme vor 40 Jahren

Olympische Spiele München 1972. Heitere Flower-Power-Stimmung im Olympischen Dorf. Bis das palästinensische Kommando »Schwarzer September« die israelische Mannschaft überfällt und elf Geiseln nimmt. 17 Menschen finden vom 5. auf den 6. September 1972 den Tod. Bei den Olympischen Spielen in London gab es diese Woche eine Gedenkfeier für die Opfer. OLAF NEUMANN sprach mit dem ehemaligen Bürgermeister des Olympischen Dorfes von München, WALTHER TRÖGER.

Herr Tröger, wie fanden Sie das unlängst ausgestrahlte neue ARD-Doku-Drama zu den Ereignissen in München 1972, »Vom Traum zum Terror«?
Dieser Film ist für mich eine gelungene Verbindung zwischen Fiktion und Tatbeständen. Vieles war für mich neu, einiges habe ich anders in Erinnerung.

Wie stand es damals um die Sicherheitsvorkehrungen von Stadt, Land, Bundesregierung und IOC?
Das IOC hat sich in diese Dinge nicht so eingemischt, die hat man uns überlassen. Die Entscheidungen der Sicherheitsgruppe wurden vor Ort getroffen. Diese bestand aus Hans-Dietrich Genscher als Vertreter des Bundes, Bruno Merk als Vertreter des Landes Bayern, Manfred Schreiber als Vertreter der Stadt München und mir als der Berater aus dem Olympischen Dorf. Heute gibt es Kommissionen des IOC, bei denen immer auch ein Sicherheitsbeauftragter dabei ist.

Aus heutiger Sicht wirken die damaligen Sicherheitsvorkehrungen etwas naiv.
Das Wort »naiv« würde ich nicht ge...


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