Antifas ohne Zeltplatz

Dortmunder Behörden behindern Politcamp

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In zehn Tagen soll ein Antifacamp in Dortmund beginnen, bevorzugt im Stadtteil Dorstfeld, wo es die Nazis besonders braun treiben. Bundesweit werden Politcamper in die rechte Hochburg mobilisiert. Das Problem: Noch stehen die Organisatoren ohne Zeltplatz da.

Am 24. August soll es beginnen, doch bisher weiß niemand, ob und wenn ja wo genau es stattfinden kann - das von linken Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet, aber auch von den lokalen Grünen und der ver.di-Jugend NRW mitgetragene Antifacamp. Eigentlich wollen die Nazigegner ihre Zelte in einem Park mitten in Dorstfeld aufschlagen - doch dafür bekommen sie keine Genehmigung. Und das ausgerechnet in Dortmund, jener Hochburg gewalttätiger Neo-Nazis? Ausgerechnet in jener »Hochburg des Widerstandes«, wie Oberbügermeister Ullrich Sierau seine Stadt zu nennen pflegt? Ausgerechnet hier, wo mit Dienstantritt des neuen Polizeipräsidenten Norbert Wesseler ein anderer Wind wehen sollte, einer, der den Nazis - endlich! - ins Gesicht weht?

Im Internet kursiert ein angeblich städtisches Schreiben, in dem es heißt, dass ein Camp »als deutliche Provokation durch die Rechtsextremen wahrgenommen« werden wür...


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