»Es ist deine Stadt - grab sie um!«

Die alte und die neue Gartenbewegung in Großstädten

  • Von Jens-Eberhard Jahn
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

In New York, Barcelona, Berlin und anderen Metropolen entstehen seit einigen Jahren städtische Gemeinschaftsgärten. Dieses sogenannte »Urban Gardening« ist längst auch in Leipzig angekommen. Innerstädtische Brachen gibt es hier genug. Und Leipzig ist die Keimzelle des deutschen Kleingartenwesens.

Leipziger Osten. Hier sind die Mieten billig. Auf Spielplätzen wird kistenweise Bier getrunken. Die Gentrifizierung hat diese Gegend noch nicht erreicht. Am S-Bahnhof Anger-Crottendorf steht die Ruine einer Druckmaschinenfabrik. Karl Krause, der Ende des 19. Jahrhunderts die Fabrik gründete, richtete unweit der Produktionsstätte Kleingärten für die Arbeiter ein. Diese Kolonien gibt es immer noch, sie heißen »Grüne Aue«, »Rosenaue«, »Kultur«. Im Kleingärtnerverein Kultur werden zur Vogelbrutzeit Birken gefällt. Laut Kleingartenrecht dürfen Wald- und Parkbäume auf den Parzellen nicht stehen. Andererseits sind Rodungen laut Naturschutzgesetz in der Zeit vom 1. März bis 30. September verboten. Ein Pächter sagt, dass der Vorstand des Kleingärtnervereins ihn zum Fällen der Birke genötigt habe. »Wir sind kulant, was die Einhaltung der Gesetze betrifft. Hauptsache, es sieht ordentlich aus«, erklärt ein Vorstandsmitglied. Der Kleingartenverein ...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1059 Wörter (7235 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.