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Balsam auf die Wunden

Staatsvertrag in Hamburg könnte auch das Hinterhofdasein der größten arabischen Moschee in Norddeutschland beenden

  • Von Susann Witt-Stahl
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Der Staatsvertrag zwischen der Hansestadt Hamburg und den islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften ist eigentlich etwas Selbstverständliches. Er bestätigt, dass der Islam zu Deutschland gehört.

Junge Männer knien in dem mit Teppich ausgelegten Saal der Al-Nour-Moschee, versunken in ihr abendliches Gebet. Das islamische Zentrum liegt am Ende einer tristen Nebenstraße im Hamburger Stadtteil St. Georg, unweit des Hauptbahnhofs. Das Gebäude hat keine Minarette, keine Ornamente zieren seine Mauern. Kaum zu glauben: Die größte arabische Moschee in Norddeutschland, in der Muslime aus mehr als 30 Nationen ihre Religion praktizieren und wöchentlich 1000 bis 1500 Gläubige am Freitagsgebet teilnehmen, befindet sich in einer stillgelegten Autogarage.

»Seit acht Jahren suchen wir nach einer würdigen Bleibe, aber wir bekommen immer eine Ablehnung«, berichtet Samir El-Rajab. In seinem kleinen Büro türmen sich so viele Bücher, Broschüren und Handzettel, dass kaum noch Platz für Besucher ist. El-Rajab ist seit 13 Jahren Imam der Al-Nour-Moschee. Er hat seine theologische Ausbildung an der Azhar-Universität und in Beirut bekommen. »Es fehl...


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