Werbung

Alles im Griff

Kommentar von René Heilig

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Im November vergangenen Jahres flog die Terrorzelle des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) auf. Das Entsetzen war groß, gerade weil die deutschen Sicherheitsbehörden allesamt nicht in der Lage waren, die schrecklichen Morde zu verhindern. Nicht einmal aufklären können sie die ordentlich. Doch - so befindet man höheren Orts offenbar - die Sache muss nun aus der Welt.

Und um zu zeigen, dass man sich das Geschehene »hinter den Spiegel« gesteckt hat, füttert man das gleichnamige Politmagazin mit Details zur Anklage, gegen Beate Zschäpe, die einzige Überlebende der Nazi-Terrorzelle, sowie gegen deren Unterstützer. Schön übersichtlich wird im Sinne der Bundesanwaltschaft dargestellt, wer was zu erwarten hat. Viel Arbeit bleibt nicht übrig für die Gerichte. Die Verjährung hat bei den meisten das meiste aus der Klagepflicht des Staates herausgenommen.

Wie schäbig und tölpelhaft auch immer die Behörden ihren Job gegen Rechts gemacht haben - bei der Schadensbereinigung agierten sie clever. Mögen doch die Deppen in den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen Akten über Akten studieren, mögen sie doch Zeugen en masse vernehmen - bevor sie und die Öffentlichkeit überhaupt zu Hintergründen und fordernden Bewertungen kommen, sind die Weichen längst gestellt, um nach eigenem Duktus weiter zu machen. Man tauschte Verantwortliche in Verfassungsschutz und Polizeibehörden mit verlässlichen Leuten aus, gruppierte manche Abteilungen neu und zeigt bereits jetzt die Grenzen des Rechtsstaates auf. Na bitte, alles im Griff.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!