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Georg Leber gestorben

Frankfurt am Main (dpa/nd). Georg Leber, einer der prägenden SPD-Politiker der Nachkriegszeit, ist tot. Der langjährige Bundesminister und Gewerkschafter starb am Dienstag im Alter von 91 Jahren nach längerer Krankheit in seiner bayerischen Wahlheimat. Dies teilte die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Frankfurt mit, deren Vorläuferorganisation er von 1957 bis 1966 geleitet hatte. In den Würdigungen wird er als »ganz große Persönlichkeit der Nachkriegschichte« ebenso gewürdigt wie als »Soldatenvater«, als den beispielsweise Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière seinen fernen Amtsvorgänger bezeichnete. Leber gehöre zu den »ganz großen politischen Persönlichkeiten der Nachkriegsgeschichte«, die sich Anerkennung über Parteigrenzen hinweg erarbeitet hätten, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Leber war in den Kabinetten Kiesinger, Brandt und Schmidt seit 1966 Bundesminister zunächst für Verkehr sowie für Post. Er setzte unter anderem Tempo 100 auf Landstraßen durch. Verteidigungsminister ab 1972, übernahm er 1978 die Verantwortung für einen Abhörskandal und trat zurück.

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