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Unten links

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Besonders die FDP hat dafür nach all den erlittenen Blessuren und dauerhaft schlechten Umfragewerten allen Grund. Und nun auch einen echt würdigen Anlass. Sie wird am 10. September den 30. Geburtstag des sogenannten Wendepapiers feiern, mit dem der später im Zuge der Flick-Affäre wegen Steuerhinterziehung verurteilte Otto Graf Lambsdorff den Bruch der sozialliberalen Koalition vorbereitet hatte - und seine FDP in die Arme der Kohlschen CDU führte. Das, was so mancher ehrliche Liberale 1982 als Verrat empfand, sehen die heutigen Freidemokraten vermutlich als Beleg für die von ihnen geforderte Flexibilität. Denn wie einst für Genscher und Co. ist für die Nachkommen der Aufenthalt an den Fleischtöpfen der Macht oberste Maxime. Das muss die Kanzlerin aber nicht umtreiben. Bevor sich irgendwer beim Koalitionspartner zur Rolle rückwärts entschließt, muss die FDP es erst einmal wieder in den Bundestag schaffen. oer

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