Wo endet das Periodensystem?

Auch superschwere Atomkerne können relativ stabil sein

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das schwerste natürlich vorkommende chemische Element ist Uran. Im Periodensystem trägt es die Ordnungszahl 92. Zwar gibt es Elemente, die noch schwerer sind. Doch diese »superschweren« Elemente lassen sich nur künstlich erzeugen. Bis vor einigen Jahrzehnten sah es so aus, als sei bei einer Ordnungszahl von etwa 100 das Ende des Periodensystems erreicht. Grundlage für diese Vermutung war das sogenannte Tröpfchenmodell des Atomkerns, demzufolge die elektrische Abstoßung zwischen den positiv geladenen Protonen in einem superschweren Kern stärker werden kann als die kurzreichweitige Bindungskraft zwischen den Nukleonen (Neutronen und Protonen).

Wie sich später aber herausstellte, fehlt im Tröpfchenmodell eine wichtige Eigenschaft des Atomkerns: dessen Schalenstruktur. Ähnlich wie die Elektronen in der Atomhülle besetzen auch die Protonen und Neutronen im Kern verschiedene Schalen, die nur eine begrenzte Zahl von Teilchen aufnehmen kön...


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