Wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt

Kommerzielle Satelliten sind zwar meist versichert, aber von Weltraumschrott und Raketenversagen sind alle bedroht

  • Von Jacqueline Myrrhe
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Was tun, wenn Satellitenteile ins Hausdach einschlagen? Angesichts der sich häufenden Fehlschläge besonders der russischen Raumfahrt keine abwegige Frage. Im Dezember 2011 fand Andrej Kriworuschenko im Dorf Wagaitsewo, 100 Kilometer südlich von Nowosibirsk, ein Riesenloch im Dach und ein 50 Zentimeter großes Satellitenfragment eines russischen Kommunikationssatelliten auf seinem Dachboden. Ursache: der Fehlstart einer »Sojus«-Rakete in Baikonur. Für den Schaden muss nach internationalem Recht der Staat aufkommen, dem die Rakete oder die Nutzlast gehört. Die russischen Behörden beeilten sich denn auch zu versichern, dass Kriworuschenko Schadenersatz erhalten werde. Zum Glück wurde niemand verletzt, doch der Spott blieb nicht aus: Andrejs Haus steht ausgerechnet in der Kosmonautenstraße des Dorfs.

Abstürzende Raumflugkörper sind in der Vergangenheit meistens über den Ozeanen niedergegangen, wie die russische Marssonde Phobos-Grunt im ...


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