Werbung

Mit »nd« an der Bammelecke

Leserwanderung entlang der Regattastrecke Grünau, der ältesten Sportstätte Berlins

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zwischen Bammelecke und Köpenick wurde einstmals die erste deutsche Segelregatta gefahren. 1868 ist das gewesen. Nun, am 16. September 2012, passieren nd-Leser die Bammelecke genannte Landzunge bei der Herbstwanderung der sozialistischen Tageszeitung. Gestartet wird von 8 bis 11 Uhr am Berliner S-Bahnhof Altglienicke. Ziel ist nach 7,5 Kilometern oder wahlweise 12,5 Kilometern die Gaststätte »Richtershorn« an der Sportpromenade.

Fotostrecke: Die 88. nd-Wanderung steht bevor

  • Am 16. September findet die alljährliche nd-Wanderung statt. In diesem Jahr wandern wir mit Ihnen auf zwei verschieden langen Strecken vom Berliner S-Bahnhof Glienicke zur Gaststätte "Richtershorn" an der Dahme. <br />
  • Los geht es von 8 bis 12 Uhr am Berliner S-Bahnhof Altglienicke. Der Weg ist wahlweise 7,5 oder 12,5 Kilometer lang.
  • Der Ausblick von der Terasse der Gaststätte "Richtershorn". Am Ziel der nd-Wanderung wartet eine Gulaschkanone auf die Teilnehmer.

Fotostrecke mit 5 Bildern

1880 setzte eine rasante Entwicklung des Wassersports ein. Gefördert wurde dies durch den Fabrikbesitzer Spindler, der Boote für seine Angestellten bauen ließ. Um 1900 herum begann die Bebauung des Grünauer Ufers der Dahme mit den Bootshäusern diverser Segel- und Rudervereine. 1925 hatten dort bereits rund 100 Vereine ihr Domizil. Diese und weitere Informationen liefert das Wassersportmuseum Grünau, das auf die Privatsammlung des Lehrers Werner Philipp zurückgeht. Er schenkte seine Exponate 1994 der Stadt Berlin. Boote, Vereinsfahnen, Abzeichen, Dokumente und Fotografien sind seit dem Jahr 2000 unterhalb der Regattatribüne untergebracht.

Als Keimzelle des Arbeitersegelsports gelten der 1891 gegründete Club »Fraternitas« und die 1898 entstandene Vereinigung der Tourensegler Grünau, berichtet das Museum. Bürgerliche Frauen durften den Sport erst ab 1901 mit der Gründung eines ersten Damenrudervereins betreiben. Die Kleiderordnung sah lange Röcke, Bluse, Schlips und hohe Schnürstiefel vor. So streng ging es bei den Arbeiterfrauen nicht zu. Sie ruderten außerdem schon seit 1892.

Kaiser Wilhelm II., der Deutschlands Zukunft auf dem Wasser sah und dabei zuerst an eine schlagkräftige Kriegsmarine dachte, gehörte zu den Anhängern des Ruderns. Von seiner Yacht aus beobachtete er die Wettkämpfe auf der Dahme. Für die jüdischen Sportler brachen 1933 schwere Zeiten an. Die Faschisten verboten beispielsweise den Club »Helvetia«, und die Rudergesellschaft »Undine« musste ihr Bootshaus an die SA abtreten. Die bis 1973 immer besser ausgebaute Regattastrecke Grünau, die im Jahr 1900 eine feste Tribüne erhalten hatte, darf sich älteste Sportstätte Berlins nennen. Hier sind viele DDR-, Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen worden.

Wassersportmuseum Grünau, Regattastraße 191, geöffnet sonnabends von 14 bis 16.30 Uhr oder nach Voranmeldung unter Tel.: (030) 674 40 02, Eintritt frei

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen