Frauenhäuser in Sachsen am Limit

Die Fälle werden immer komplexer und die Finanzierung schwieriger

  • Von Gitta Keil, dpa
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Wenn Frauen vor ihren prügelnden Partnern flüchten, suchen sie oft mit ihren Kindern Schutz in Frauenhäusern. Doch diese Einrichtungen stehen personell und finanziell unter Druck.

Borna. Die Frauenhäuser in Sachsen sehen sich am Limit. Die Landesarbeitsgemeinschaft Frauenhäuser und Interventionsstellen (LAG) fordert eine bundesweite Regelung für die Finanzierung der Hilfsangebote für Opfer von Gewalt in der Familie. »Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für Kommunen, Frauenhäuser zu unterstützen«, sagte Kerstin Kupfer von der LAG der Nachrichtenagentur dpa. »Wir gehören immer noch zu den freiwilligen Aufgaben.«

Wenig Personal

Landesmittel allein seien nicht ausreichend zur Finanzierung der Arbeit. Zusätzliche Mittel kämen daher von Landkreisen und Kommunen. Die seien häufig knapp. »Wir arbeiten seit Jahren am Limit«, sagte Kupfer.

Im Frauenschutzhaus in Borna etwa gebe es drei Mitarbeiterinnen, die zusammen ni...

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