Castoren auch künftig nach Gorleben

Niedersachsens Umweltminister Birkner mit Ruf nach Transport-Alternative isoliert

  • Von Reimar Paul, Göttingen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die letzten Castor-Fuhren aus den Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien werden nach Gorleben gehen. Die Atomwirtschaft wies einen Vorstoß aus Niedersachsen zurück.

Mit seinem Vorschlag, künftige Castor-Transporte nicht mehr nach Niedersachsen rollen zu lassen, hat sich Landesumweltminister Stefan Birkner (FDP) auch bei der Atomwirtschaft eine Abfuhr geholt. Für die noch ausstehenden Transporte aus dem Ausland mit hoch radioaktivem Atommüll gebe es derzeit keinen anderen Zielort als das Zwischenlager in Gorleben, sagte der Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS), Michael Köbl. Dieses Lager sei die einzige Einrichtung in Deutschland mit einer Genehmigung zur Aufnahme verglaster radioaktiver Abfälle aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien).

Umweltminister Birkner hatte Ende vergangener Woche vorgeschlagen, die 26 noch ausstehenden Castor-Behälter aus diesen beiden Atomfabriken könnten nach Süddeutschland oder Schleswig-Holstein gebracht werden. Niedersachsen habe in der Ve...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.