BER-Unternehmer gehen leer aus

Existenz von Flughafen-Shops bedroht / Senat bewilligt weitere 444 Millionen Euro

  • Von Sarah Liebigt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

444 Millionen Euro bewilligt der Senat für den Flughafen BER. Die Opposotion wundert sich, woher der Senat dieses Geld hat, sahen doch Bilanzen vor ein paar Wochen noch ganz anders aus. Die Unternehmen, die investiert und Kredite aufgenommen haben und nun ihre Geschäfte nicht eröffnen können, sind in ihrer Existenz bedroht.

200 000 Euro, 350 000 Euro, 700 000 Euro. Lächerlich kleine Summen, vergleicht man sie mit den hunderten und aberhunderten Millionen, die die Dauerbaustelle des neuen Flughafen BER verschlungen hat und verschlingen wird.

200 000 Euro bräuchte die Askania Uhren AG, um ihre »Liquiditätslücke« zu schließen. 350 000 Euro hat ein Fischrestaurantbetreiber bereits ausgegeben für seinen neuen Laden auf dem Flughafen und dafür Kredite aufgenommen. 700 000 Euro hat ein Reiseunternehmen investiert. Das Unternehmen musste im Frühjahr beim Land Berlin einen Antrag auf »Befreiung der Betriebspflicht« stellen, sonst hätte es ab Juni mit leeren Bussen zwischen Flughafen und Stadt fahren müssen.

»Bis in den April hinein« sei man gedrängt worden, die Geschäfte rechtzeitig fertig zu stellen, berichten Gregor Klässig und Leonhard Müller, Betreiber mehrerer Fischrestaurants und Askania-Vorstand, am Dienstag bei...




Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.