Kampf gegen Starkstromtrasse

Thüringer LINKE will die Energiewende vorantreiben / Klage gegen Investor

  • Von Hans-Gerd Öfinger, Erfurt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die LINKE setzt sich für die Rekommunalisierung der Stromnetze und gegen eine Hochspannungsleitung durch den Thüringer Wald ein.

In ihrem Engagement für eine konsequente Energiewende in Thüringen nach einer in greifbare Nähe gerückten Rekommunalisierung der Stromnetze verstärkt die Linksfraktion den Druck auf die CDU-SPD-Koalition. Aktueller Anlass ist der anstehende Erwerb des größten Energieversorgers im Freistatt, E.on Thüringer Energie AG, durch die Kommunale Energiebeteiligungsgesellschaft Thüringen AG (KEBT), die bislang 47 Prozent hielt. Dass die von 900 Gemeinden getragene KEBT das bis Ende 2012 bestehende Vorkaufsangebot nutzen wird, sei »nicht mehr strittig«, erklärte Fraktionschef Bodo Ramelow am Dienstag in Erfurt. Die faktische Rekommunalisierung schaffe die Grundlage dafür, dass die Thüringer Energie AG unter Einschluss sämtlicher Stromnetze eine integrierte Netzsteuerung einleite und schrittweise den Energiebedarf im Land aus eigener umweltfreundlicher Produktion decke. Derzeit importiert der Freistaat über 80 Prozent des Stroms.

Dass Thüringe...


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