Anhörung zum Braunkohletagebau

Cottbus (dpa). Begleitet von Protesten begann gestern in Cottbus die dreitägige, nicht öffentliche Anhörung zur Erweiterung des Braunkohletagebaus Welzow-Süd. Bürger, Verbände, Kommunen, Firmen, Vereine und Organisationen haben fast 5000 Einwendungen eingereicht. Die Argumente sollen bei der bisher größten regionalen Anhörung im Messezentrum erörtert werden. Vattenfall will mit der Kohleförderung in Welzow-Süd II voraussichtlich 2027 beginnen. Das Gebiet umfasst 2000 Hektar. Insgesamt sollen dort 204 Millionen Tonnen Brennstoff für das Kraftwerk Schwarze Pumpe herausgeholt werden. Die Einwände betreffen auch die geplante Umsiedlung von 810 Einwohnern Welzows, von denen sich etwa die Hälfte dagegen wehrt. Außerdem geht es um die Abbaggerung eines Teils der Kleinstadt sowie der Ortsteile Proschim und Lindenfeld. Vor Beginn der Erörterung waren Bergbaugegner aus Welzow mit sieben Traktoren und Landmaschinen vor dem Tagungsgebäude am Stadtring aufgefahren. Zur selben Zeit protestierten etwa 100 Bergleute und Kraftwerksmitarbeiter vor dem Messezentrum für die Weiterführung der Kohlegrube.

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