Die Fantasie und das Leben

Franziska Gerstenberg: »Spiel mit ihr«

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Auf dem Umschlag drei Personen, die rennen: ein Mann, eine Frau, die zieht ein Kind hinter sich her. Wovor laufen sie weg? Beim Lesen wird man's schnell erraten: vor sich selbst, der eigenen realen Existenz. Das Kind nicht, es stolpert. In die Seele dieses kleinen Mädchens, das uns nichts erklärt, das nur agiert, auf fast unbegreifliche Weise, hat sich Franziska Gerstenberg so tief eingefühlt, dass man erschrecken muss. Es ist vielleicht das gelungenste an diesem Buch: dieses Kinderbild.

Emma ist sechs, sieben, ist ganz auf die Mutter bezogen, denn sie lebt mit ihr allein. Nun, manchmal kommt Reinhard, immerhin bleibt er auch am Wochenende. Kristine findet es spannend, von ihm so voller Fantasie begehrt zu werden. Wenn Emma woanders ist oder im Bett, »spielen« sie miteinander: Bauer und Magd, Pfarrer ...


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