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Tiemann will in den CDU-Vorstand

Brandenburg/Havel (dpa/nd). Die Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann, hat ihre Bereitschaft bekräftigt, Verantwortung in der CDU zu übernehmen. »Das heißt, im Landesvorstand tätig zu werden«, sagte Tiemann am Mittwoch. Auf die Frage, ob sie auch eine Kandidatur als Landesvorsitzende erwäge, sagte die CDU-Kommunalpolitikerin: »Dazu will ich mich nicht äußern.« In Parteikreisen wird sie als Favoritin für den Landesvorsitz gehandelt. Bislang hat aber kein Bewerber offen sei Interesse an dem Amt erklärt.

Tiemann gilt als vehemente Kritikerin der Politik der bisherigen Amtsinhaberin Saskia Ludwig. »Mit Kälte kann man keine Menschen gewinnen«, sagte sie. Das habe nicht funktioniert. Angesichts der Landtagswahl 2014 sei ein Umsteuern erforderlich. »Ich bin es gewohnt, mich für Dinge einzusetzen, wo ich etwas leisten kann«, betonte Tiemann.

Im vergangenen Oktober hatte die Kommunalpolitikerin eine Abkehr vom propagierten harten Oppositionskurs ihrer Partei erreichen wollen. Gegen den Willen von Ludwig hatte sie sich damals in einer Kampfkandidatur um den Posten einer stellvertretenden Landesvorsitzenden beworben, war aber gescheitert.

Kurz zuvor war sie bei der Oberbürgermeisterwahl in der Stadt Brandenburg/Havel mit einem exzellenten Ergebnis von 56,4 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang im Amt bestätigt worden. Sie wollte den Erfolg der Union bei der Kommunalwahl auch in die Landespartei einbringen. Sie hatte kritisiert, dass die Union ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfe.

Die CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Saskia Ludwig war am Dienstag von beiden Ämtern zurückgetreten. Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar ihr ihr letzter Gastbeitrag in der rechts außen stehenden Wochenzeitung »Junge Freiheit«. Ihr Nachfolger an der Spitze der Landtagsfraktion wird wahrscheinlich ihr bisheriger Stellvertreter Dieter Dombrowski.

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