Christin Odoj 14.09.2012 / Ausland

Jenseits der Stille

Israelische Soldaten sprechen über ihren Einsatz in den besetzten Gebieten

Einschüchterungen, Erniedrigungen und Schikanen bestimmen den Alltag israelischer Soldaten im Westjordanland. Mit einem heute veröffentlichten Buch will die Organisation »Breaking the Silence« dem weit verbreiteten Schweigen über den Einsatz der israelischen Armee in den Palästinensergebieten ein Ende setzen.

Das Foto zeigt sechs kleine palästinensische Jungen in Hebron. Sie stehen mit gespreizten Beinen an einer Wand und tun so, als würden sie gleich durchsucht. Ein israelischer Soldat, der wohl zufällig vorbeiläuft, blickt verwirrt auf sie herab.

Diese Szene dokumentiert noch recht harmlos, wie die israelische Präsenz das tägliche Leben in den besetzten Gebieten prägt. In insgesamt 146 Zeugenaussagen, die die israelische Organisation »Breaking the Silence« über einen Zeitraum von zehn Jahren gesammelt hat, berichten ehemalige Soldaten der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) über drastische Einschüchterungsmaßnahmen, gewaltsame Übergriffe oder stundenlange Verhöre ohne konkrete Hinweise. Egal welche der über 400 Seiten der deutschsprachigen Übersetzung man aufschlägt, die Berichte zeigen, dass von Schutz der israelischen Zivilbevölkerung, wie der eigentliche Auftrag der IDF lautet, keine Rede sein kann. »Es geht mittlerweile einzig u...

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