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Appelle gegen die Gewalt

Papstaufruf gegen »Dröhnen der Waffen« in Syrien / Brahimi bei Assad

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Während der Papst seine Libanon-Reise mit einem Friedensappell für Syrien beendete, trafen sich dort Staatspräsident Assad und der internationale Vermittler Brahimi.

Beirut/Damaskus (dpa/nd). Papst Benedikt XVI. hat in einem flammenden Appell die Weltgemeinschaft aufgefordert, »gangbare Wege gegen das Dröhnen der Waffen« im Bürgerkriegsland Syrien zu finden. Von Beirut im Nachbarland Libanon aus beklagte Benedikt in einer Sonntagsmesse die Gewalt in Syrien und das »Schreien der Witwen und Waisen«. Zum Abschluss seiner Reise verbreitete er seinen Aufruf zu Frieden und Versöhnung beim Angelus-Gebet vor Hunderttausenden von Gläubigen aus Libanon und anderen Ländern des Nahen Ostens.

Der Gottesdienst in der libanesischen Metropole war der Höhepunkt der dreitägigen Reise des 85-jährigen Kirchenoberhauptes in die Krisenregion. Er wandte sich auch an die Muslime und die Jugend aus Syrien. »Es ist Zeit, dass Muslime und Christen sich vereinen, um der Gewalt und den Kriegen ein Ende zu setzen«, so Benedikt. »Der Papst vergisst euch nicht, vergisst Syrien nicht, er nimmt an euren Leiden Anteil.« Zuvor hatte er muslimische Vertreter in Libanon getroffen.

Der Vermittler Lakhdar Brahimi sieht in dem Konflikt in Syrien eine »Bedrohung für die Welt«. Die Krise sei gefährlich, »sie verschärft sich und bedroht das syrische Volk, die Region und die Welt«, sagte Brahimi am Sonnabend nach einem Treffen mit Präsident Baschar al-Assad in Damaskus. Assad rief zu einem innersyrischen Dialog auf; die Kämpfe zwischen seinen Truppen und den Aufständischen gingen unterdessen weiter.

«Wir werden unser Bestes geben und alles zur Unterstützung des syrischen Volkes unternehmen», sagte Brahimi. Der Sondergesandte von Arabischer Liga und Vereinten Nationen verwies in diesem Zusammenhang auf die vom ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ins Spiel gebrachte »Syrien-Kontaktgruppe« aus Ägypten, Iran, Saudi-Arabien und der Türkei. Dem syrischen Fernsehen zufolge versicherte Brahimi, sich bei seiner Arbeit als Vermittler auf den Plan seines Vorgängers Kofi Annan stützen zu wollen. Dieser sah die Umsetzung eines theoretisch von beiden Konfliktparteien angenommenen Waffenstillstands und den Beginn eines politischen Dialogs vor. Zum Rücktritt Assads rief er nicht auf.

Assad sprach sich nach Angaben des Fernsehens zur Beilegung des Konflikts für politische Gespräche aus. Deren Erfolg hänge davon ab, welcher Druck auf die Unterstützerländer der bewaffneten Rebellen ausgeübt werde, damit sie aufhörten, »Terroristen zu finanzieren und zu trainieren und Waffen nach Syrien einzuschleusen«. Sein Land werde »alle ernsthaften Anstrengungen zur Krisenlösung« unterstützen, solange sie »neutral und unabhängig« seien, versicherte er.

Die Kämpfe gingen unterdessen weiter. In Midan, einem Stadtteil von Aleppo, soll die Armee nach beiderseits verlustreichen Gefechten größtenteils die Kontrolle übernommen haben.

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