Flüstern und Brummen

Vielerorts in Bayern wurde Lärm dämmender Straßenbelag eingesetzt - die Bilanz ist gemischt

  • Von Elke Richter, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Für lärmgeplagte Anwohner kann er ein Segen sein: der sogenannte Flüsterasphalt. Doch nicht überall kann der geräuschschluckende Straßenbelag genutzt werden. Zudem hält er nicht so lange wie herkömmlicher Asphalt - und kostet mehr. Die Städte in Bayern setzen den leisen Asphalt daher in ganz unterschiedlichem Ausmaß ein, wie eine dpa-Umfrage ergab.

Augsburg/Nürnberg. Augsburg sammelt schon seit neun Jahren Erfahrungen mit Flüsterasphalt. Auf der Umgehungsstraße B 17 seien mehrere Abschnitte umgerüstet worden, sagte der Leiter des Tiefbauamtes, Josef Weber. Dadurch sei die Geräuschbelastung um bis zu sieben Dezibel reduziert worden. »Ein Nachteil ist eindeutig die Lebensdauer.« Der Asphalt halte nur etwa acht bis zehn Jahre, ein Abschnitt habe bereits erneuert werden müssen.

Außerdem sei er wasserdurchlässig, so Weber, was den Bau von Entwässerungsleitungen aufwendiger mache. Die Durchlässigkeit habe aber gleichzeitig den Vorteil, dass es weniger Aquaplaning gebe. Der Flüsterasphalt auf der B 17 sei sehr frostempfindlich, so dass im Winter mehr Salz gestreut werden müsse. Seit mehreren Jahren gibt es Flüsterasphalt einer anderen Sorte auch im Augsburger Stadtgebiet. Weitere Straßen sollen folgen.

In Kempten im Allgäu wird Flüsterasphalt seit zwei Jahren auf zwei stark freq...

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