Ines Wallrodt 17.09.2012 / Inland

Die Disziplin der »Chaoten«

Ein Aktionstag gegen den Truppenübungsplatz in der Altmark hat Debatten angestoßen - auch in der Friedensbewegung

Am Dorfbrunnen weht eine rot-schwarze Antifa-Fahne. Zwei Gartenpavillons halten gerade so den Windböen Stand, die immer wieder über den Markplatz von Letzlingen fegen. Kriegsgegner haben hier seit einer Woche einen Infopunkt errichtet, für anreisende Mitstreiter, aber auch für die Bewohner des kleines Ortes, rund 50 Kilometer nördlich von Magdeburg. Oft hätten Letzlinger aber nicht vorbei geschaut, heißt es. Dabei versetzt der angekündigte Aktionstag gegen das nahe gelegene Gefechtsübungszentrum (GÜZ) die Altmark seit Monaten in Aufregung. Gut Bescheid weiß man deshalb nicht. So lässt ein junger Mann mit Piercing und kleinem Hund an der Leine wissen, warum er nicht gegen die Bundeswehr sei: »Die kümmern sich doch um Katastrophenschutz.« Dass vor seiner Haustür Soldaten trainieren, bevor sie nach Afghanistan abfliegen, weiß er nicht. Dabei war er schon mal bei einem »Tag der Offenen Tür« im GÜZ.

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