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Zwei Länder, ein Flughafen

Saar-Kabinett und Mainzer Regierung tagen gemeinsam

Mainz/Saarbrücken (dpa/nd). Polizei, Justiz und Finanzverwaltung machen es vor: Eine Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern Rheinland-Pfalz und Saarland ist nicht nur möglich, sie spart auch Geld. In einer gemeinsamen Kabinettssitzung in Homburg wollen die Landesregierungen am Dienstag deshalb nach weiteren Kooperationsmöglichkeiten suchen. Unter Leitung der beiden Ministerpräsidenten Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Kurt Beck (SPD) treffen die Minister der schwarz-roten und der rot-grünen Regierung erstmals seit der Neuwahl im Saarland in kompletter Runde aufeinander.

Auf der Agenda steht ein viel diskutiertes Thema: Die geplante Zusammenarbeit der beiden, nicht einmal 30 Kilometer auseinanderliegenden und auf Subventionen angewiesenen Flughäfen in Saarbrücken und Zweibrücken. Im Februar hatten sich die Regierungen auf die Gründung eines länderübergreifenden »Saar-Pfalz-Airports« geeinigt. Das Konzept sollte im Sommer vorgestellt werden - doch die Neuwahl im Saarland verzögerte den Zeitplan, denn der neue Wirtschafts- und Verkehrsminister Heiko Maas (SPD) wollte sich zunächst einarbeiten. Als Vorschlag auf dem Tisch lag eine Aufteilung der Passagiere zwischen beiden Standorten nach Urlaubs- und Geschäftsreisenden.

Ein weiterer Bereich, bei dem sich zusammen möglicherweise Geld und Aufwand sparen ließe, ist nach Einschätzung beider Staatskanzleien die Energiewende. Beraten wollen die Minister zudem über ihre Forderung nach einem zügigen Ausbau der zehn Moselschleusen und die rheinland-pfälzischen Pläne für einen Nationalpark.

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